Logo Schweizer Kochverband

Thomas Bissegger

Juniorenkochnati

«Jamie Oliver ist für mich ein grosses Vorbild»

Thomas Bissegger (21) ist seit eineinhalb Jahren Mitglied in der Jugendnati des Schweizer Kochverbands. In dieser Zeit hat der begeisterte junge Koch viel Aussergewöhnliches erlebt. Vor allem der Weltmeister-Sieg in Luxemburg bleibt ihm in Erinnerung: «Das war hammermässig!», sagt der junge Aargauer. «Wir haben dort alle "geputzt".» Mehr über Thomas Bissegger, seine Ideale und Ziele.



Thomas Bissegger hat seine Kochlehre in der Küche der Klinik Königsfelden im Kanton Aargau gemacht. Dort werden jeden Tag 600 Mahlzeiten produziert. Nun hat der junge Koch in die Einzelgastronomie gewechselt: Im «Hirschen» in Villigen kann er an seinem individuellen Kochstil feilen.

Blonder Wuschelkopf und ein verschmitztes Lächeln: Ein wenig Ähnlichkeit mit seinem Vorbild hat er ja. Dass viele Berufskollegen den englischen TV-Koch Jamie Oliver nicht besonders schätzen, stört Thomas Bissegger dabei nicht.

«Er kocht wie eine Hausfrau. Aber er hat geniale Ideen,
viel Erfolg und schreibt Superbücher»,


sagt Bissegger. Zudem verwende Jamie Oliver für seine Gerichte frische Kräuter und andere Produkte aus der Natur. Und das ist die Art von Küche, die Thomas Bissegger liebt: «Ich mag es natürlich und einfach», sagt das Jugendnati-Mitglied. Mit Molekularküche kann er zum Beispiel gar nichts anfangen. «Es gibt viele andere Arten, fantasievoll zu kochen.»

Eine gute Schule für seinen Stil hat Thomas Bissegger in der «Moospinte» von Oskar Marti in Münchenbuchsee genossen. Er durfte dort als Bronzegewinner des Lehrlingswettbewerbs «gusto05» ein Praktikum machen. Vor der Rekrutenschule im letzten Jahr hat «Chrüter-Oski» ihn für weitere drei Monate angestellt. «Ich habe viel profitiert», sagt Thomas Bissegger.

Zurzeit arbeitet der 21-Jährige in einem Betrieb, wo er seine Fantasie ausleben kann und manche seiner Kreationen auch auf die Karte finden. Zum Beispiel? Ein geschmorter Seeteufel mit Knoblauch und Limetten auf Sauerampfer-Sauce.

Beat Frei, Gastgeber des Hotel-Restaurants Hirschen in Villigen, lässt seinem jungen Koch viel Spielraum. Dieser übernimmt während Abwesenheiten des Chefs auch schon einmal Stellvertreterfunktionen und schmeisst die Küche mit Praktikanten aus internationalen Hotelfachschulen.

Thomas Bissegger ist ein begeisterter Gastgewerbler. «Wenn man in der Jugendnati mitmacht, ist das selbstverständlich. Ich sage immer, man muss mit dem Herzen dabei sein.» Der spontane junge Mann liebt die Abwechslung im Beruf. Diesen Sommer will er im «Hirschen» die Service-Seite kennen lernen und später eine Barfachschule besuchen. «Mein Traum wäre es, später ein kleines Restaurant in Spanien zu eröffnen», sagt er. «Das Klima gefällt mir dort und die Leute sind temperamentvoll und offen.»

marc.benedetti@gastronews.ch




 Früh übt sich: Thomas Bissegger darf mit acht Jahren
mithelfen beim «Grättimannä»-Backen.




 

 Thomas Bissegger (links) mit der jüngeren Schwester
Kathrin und dem älteren Bruder Andreas.




 

Wenn er nicht kocht, bastelt er am Auto: Thomas
Bissegger mit seinem orangen Honda Civic.




 

 «Wir sind Jugend-Weltmeister»: Thomas Bissegger
2006 an der Siegesfeier in Luxemburg.


Steckbrief von Thomas Bissegger

Geboren:
Am 8. November 1986 in Baden im Sternzeichen Skorpion

Wohnort: Villigen (AG)

Lehre: Psychiatrische Klinik Königsfelden in Windisch (AG)

Motivation Jugendnati: Miteinander tüfteln, gut kochen und Kollegialität im Team

Lieblingskochstil: saisonale, natürliche Küche mit Bärlauch, Spargeln, Blumen etc.

Vorbilder: TV-Koch Jamie Oliver und sein Chef Beat Frei

Lieblingsessen: Rindsfilet und Pizza

Was er nicht isst: Bananen, Fisch, Krautstiele

Freizeit: neue Restaurants mit seiner Freundin ausprobieren, Koch-Jugendnati und sein Auto

Wettbewerbe: ZAGG 2004 Gesamtsieger Lernende; «gusto05» dritter Platz; «Cuisine des Jeunes» 2005, zweiter Platz; Igeho Gesamtsieg Regionalteams mit Aargauer Kochgilde 2005;
Jugend-Weltmeister Luxemburg